Ausflug nach Rothenburg ob der Tauber am 18. Juni 2023

Der jährliche Tagesausflug der GUD führte Mitglieder und Freunde nach Rothenburg ob der Tauber. Die Geschichte des mittelalterlichen Fachwerkstädtchens reicht bis ins Jahr 970 nach Christus zurück. Es wurde um 1140 von Konrad dem Dritten, dem ersten Stauferkönig erworben und ausgebaut. Der Stadtname weist auf eine Burg hin, die auf einer Rodung oberhalb des Flüsschens Tauber erbaut wurde und den Grundstein für die spätere Stadt darstellte. Mit ca. 11.300 Einwohnern gehört sie zu den eher kleineren Städten in Bayern. Sie liegt in Franken, ca. 80 km westlich von Nürnberg, an der bayerischen Landesgrenze zu Baden Württemberg.

Nach einer sehr informativen Stadtführung, die zu den wichtigsten Orten und Plätzen führte, erreichte die zwei inzwischen geteilten Gruppen wieder den Ausgangsort am Hotel Rappen, nahe an der Stadtmauer gelegen, wo man im schattigen Biergarten auch das Mittagessen einnahm. Schon gleich nach der Ankunft, hatte man von hier einen ersten Spaziergang auf und entlang der Stadtmauer unternommen. Hier erfuhr man auch, dass Rothenburg und seine 3,6 Kilometer lange Stadtmauer im 2. Weltkrieg zu 45 Prozent zerstört wurde und mit viel Engagement und vielen Spenden wieder originalgetreu aufgebaut wurde. Eingelassene Spendensteine im Wehrgang der Stadtmauer geben die Namen der Spender und die Meterzahl des gespendeten Wiederaufbaus bekannt.

Nach dem Mittagessen war ausreichend Gelegenheit, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden, einen kleinen Einkaufsbummel in den vielen Geschäften zu machen, der Stadtkapelle zuzuhören, die auf dem Marktplatz ihr 40-jähriges Bestehen feierte und hier auch die Szene vom Meistertrunk des Bürgermeisters, in zwei sich öffnenden Fenstern des Rathauses mitzuverfolgen, der die Stadt vor der Zerstörung durch den Feldherrn von Tilly bewahrte. Ein Muss war schließlich auch der immerwährende Weihnachtsmarkt von Käthe Wohlfahrt. Eine Erfrischung im Schatten der Stadtmauern oder der großen Kastanien im Biergarten machte an diesem warmen Sommertag schließlich wieder fit für die Heimfahrt. Hier durfte auch heuer wieder die obligatorische „Drei-Gänge-Brotzeit“ mit Nachspeise nicht fehlen. Eine Verlosung, die bei jedem Ausflug der GUD fester Bestandteil ist, schloss schließlich eine sehr gelungene Ausflugsfahrt mit vielen neuen Eindrücken in harmonischer Gesellschaft ab.

Vorm Brunnen auf dem Marktplatz
Ein erster Spaziergang auf der historischen Stadtmauer
eine Gruppe bei der Stadtführung
Stadtführerin Bettina (3.v.links) zeigte uns viel und wusste einfach alles
im Klostergarten
auf dem Weg zur Jakobskirche, hier führt auch der Jakobsweg vorbei